Abfälle oder Wertstoffe mit G

Gartenabfälle

Beschreibung


Die Kompostierung von pflanzlichen Abfällen im eigenen Garten ist ein biologischer Vorgang und die älteste Form der Wiederverwertung. Mikroorganismen und Kleinlebewesen bewirken die Umwandlung der Bio- und Gartenabfälle in Komposterde. Die Aktivität der Mikroorganismen und damit die Dauer der Rotte sind von der Temperatur und Feuchtigkeit, sowie von Art und Menge der kompostierenden Materialien abhängig. Kompost ist ein wertvoller Dünger und nachhaltiger Bodenverbesserer. Er gibt den Pflanzen Wiederstandskraft gegen Schädlinge.Beschreibung

Geeignet sind:
Bio- und Küchenabfälle, Mähgut, Gras, Laub, Blumen und Blumenerde, Baum- und Strauchschnitt

 

Entsorgung

Kompostierung im eigenen Garten oder Anlieferung bei den Kompostanlagen. Seit 1.April 2012 werden Grünabfälle aus Privathaushalten an allen Annahmestellen des KUFi, wie zum Beispiel den Kompostanlagen, an den Grünabfallcontainern in den Wertstoffhöfen und Sammelstellen sowie bei der mobilen Annahme mit dem Pressplattenwagen nur noch gegen Vorlage der "Gartenabfallkarte" angenommen. Die Gartenabfallkarte für das Jahr 2012 ist beim KUFi, Jean-Paul-Straße 9, 95632 Wunsiedel, bei den Kompostplatzbetreibern oder in den Wertstoffhöfen zum Preis von 15,00 € erhältlich.
Das KUFi bittet alle Anlieferer, sich rechtzeitig eine Karte zu beschaffen.
Gewerbliche Anlieferungen werden wie bisher über Lieferscheine abgerechnet. Annahmegebühr: 5,00 € pro cbm bzw. 26,00 € pro to.
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Tipps für die Kompostierung im Garten
- Komposthaufen auf natürlichem, gelockertem Boden anlegen
- bei einem größeren Haushalt mit mehr Essensresten empfehlen wir neben dem Komposthaufen auch einen Schnellkomposter. Küchenabfälle werden in diesem einer Vorrotte unterzogen und können dann zur Nachrotte auf den Komposthaufen gegeben werden.
- die Miete sollte am Fuß 1,2 bis 1,5 m breit sein und nicht höher als 0,8 bis 1,2 m werden
- auf gute Belüftung achten, nicht in einer Mulde anlegen
- Materialien gut mischen, auch gröbere Grünabfälle (Zweige, Stängel, Häckselmaterial) zugeben
- trockene und feuchte Abfälle vermischen
- bei langer Trockenheit Komposthaufen ab und zu gießen
- nicht zu viel frischen Rasenschnitt auf einmal aufsetzen, evtl. vorher trocknen
- frische Erde oder Kompost als Starter zugeben
- Kompost im Frühjahr umsetzen
- nach dem Umsetzen einen zweiten Komposthaufen für Frischmaterial ansetzen
- im nächsten Frühjahr den fertigen Kompost sieben oder ungesiebt auf die Beete geben und nicht zu tief einarbeiten.

Anwendungsempfehlung für Kompost:
Gemüsebeete mit Kartoffeln, Kohl, Lauch, Tomaten, Gurken, u.a.:  4 bis 6 Liter Kompost m2 und Jahr
Möhren, Zwiebeln, Salat, Spinat, Rote Beete, Rettich, Sellerie:  2 bis 3 Liter Kompost m2 und Jahr
Bohnen, Erbsen, Kräuter:   1 bis 2 Liter Kompost m2 und Jahr
Obstbäume, Sträucher, Ziergehölze, Erdbeeren:   1 bis 3 Liter Kompost m2 und Jahr
Rasenflächen:  1 bis 2 Liter Kompost m2 und Jahr
Zierpflanzen, Balkonpflanzen:   Mischverhältnis Kompost:Erde 1:3 bis 1:4
Pflanzungen von Sträuchern und Bäumen:   Mischverhältnis Kompost:Erde 1:4
Neuanlagen:  einmalige Gabe bis 15 Liter pro m2

Gebrauchsgegenstände

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Beschreibung

Gegenstände, die für die Möbelbörse abgegeben werden, müssen noch gebrauchsfähig sein.
Dazu gehören: Möbel, Haushaltswaren, Spielsachen, Bücher, usw.

 

Entsorgung

Sehr gut erhaltene Möbel und Gebrauchsgegenstände können an gemeinnützige Kaufhäuser und Organisationen gespendet werden,
kostenlose Annahme und Abgabe auch in den Wertstoffhöfen. 
Holen Sie bitte die Gegenstände aus der Möbelbörse im Wertstoffhof, die Ihnen gefallen, so bald wie möglich ab, Reservierungen sind hier nicht möglich.

Getränkeverbundkartons

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Beschreibung

Die Sammlung und Verwertung von Getränkeverbundkartons werden über das Lizenzzeichen "Der Grüne Punkt"  finanziert.
Getränkeverbunde bestehen im wesentlichen aus Karton, auf den zum Schutz vor Durchweichen, Licht und Sauerstoff Schichten aus Polyethylen (PE) und Aluminium aufgetragen sind. Die Getränkeverbunde werden zu Ballen verpresst und vom Garantiegeber Gesellschaft für Wertstoffgewinnung aus Getränkekartons mbh (ReCarton) übernommen.

 

Entsorgung

Rückgabe in den Wertstoffhöfen oder über die Depotcontainer

Gipskartonplatten

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Beschreibung

Gipskartonplatten, bekannt auch unter der Bezeichnung Rigips, fallen beim Verschnitt neuer Gipsplatten oder bei Renovierungs- und Abbrucharbeiten von Gebäuden und Gebäudeteilen an. Das Baumaterial besteht im Wesentlichen aus ungiftigem, aber wasserlöslichem Gips, chemisch Calciumsulfat, der mit Karton ummantelt ist. Wegen der Löslichkeit des Sulfats und des Papieranteils sind sie für ein Bauschuttrecycling mit dem Ziel eines Einsatzes im Wegebau nicht geeignet. Das gleiche gilt für Gipsfaserplatten, einer Mischung aus Gips und Papierfasern, bekannt auch unter der Bezeichnung Fermacell.

 

Entsorgung

Kleinstmengen an Gipskarton- oder Gipsfaserplatten aus Haushalten können über die Restmülltonne entsorgt werden, sie werden in der Müllverbrennungsanlage geduldet. Kleinmengen können über die Sortieranlage der AWF, Thiersheim, entsorgt werden, größere Mengen (ab Container) über die Deponie Sandmühle.

Glas

dreifarbig sortiert

Weißglas 

Beschreibung

Dazu gehören: farblose Flaschen- und Behältergläser, Konservengläser, Flacons, Pumpzerstäuber, Gläser von Senf, Marmelade, Gemüse, Obst etc.

 

Entsorgung

Sammlung in den Dreikammercontainern für Glas im Wertstoffhof oder bei den öffentlichen Standplätzen
 

Grünglas

Beschreibung

Dazu gehören: grüne Flaschen- und Behältergläser, Konservengläser;
andersfarbiges Glas wie z. B. blau, lila, rot oder milchfarben kommt zum Grünglas

 

Entsorgung

Sammlung in den Dreikammercontainern für Glas im Wertstoffhof oder bei den öffentlichen Standplätzen

Braunglas

Beschreibung

Dazu gehören: braune Flaschen- und Behältergläser, Konservengläser

 

Entsorgung

Sammlung in den Dreikammercontainern für Glas im Wertstoffhof oder bei den öffentlichen Standplätzen



Geben Sie der Mehrwegglasflasche den Vorzug, sie kann bis zu 40mal wiederverwendet werden!

Nicht in die Glascontainer für Behälterglas gehören:
Flachglas, Fensterglas, Spiegel, Draht- und Verbundglas, Autoscheiben, Porzellan, Steingut, Jenaer Glas, Bleikristall, Glühlampen, Kronkorken, Verschlüsse, Mehrwegflaschen, feuerfestes Glas (Kochgeschirr), Isolierglas, Kristall- und Bleiglas, Leuchtstofflampen, Thermometer und Plastikflaschen

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Die getrennte Anlieferung und Aufbereitung von weißem, grünem und braunem Altglas sind ganz entscheidend für die Einsatzmöglichkeiten in der Produktion. Weißes Glas kann nur aus rein weißen Scherben produziert werden, braunes Glas nur aus braunen Scherben. Lediglich bei Herstellung von Grünglas sind neben grünen Scherben auch farblich gemischte Scherben einsetzbar.    
      
In den Aufbereitungsanlagen wird das Altglas zunächst manuell von groben Verunreinigungen und von Keramik, Steingut und Porzellan (KSP) befreit. Magnete sondern Eisenteile aus, Aluminium und Blei werden durch Metallsuchgeräte in einem Induktionsverfahren ausgeworfen. Leichtteile wie Kunststoff und Papier werden während der Aufarbeitung mehrfach abgesaugt.
Im vollautomatischen Anlagenbereich wird das Glas gebrochen, nochmals auf optoelektronischer Basis von KSP befreit und durch Siebe nach Scherbengröße klassifiziert.

Neue Glasbehälter können ohne jeden Qualitätsverlust zu annähernd 100 Prozent aus Scherben hergestellt werden. Der geringere Bedarf an natürlichen Rohstoffen schont Landschaften und spart die für deren Gewinnung notwendige Energie ein. Durch den Einsatz von Altglas liegt auch der Energiebedarf bei der Glasherstellung um bis zu 35 Prozent niedriger als bei der Herstellung aus Primärrohstoffen.
 

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